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Pflege-Azubi-Blog: Von der Fachklinik ins Wohnheim – ein Praxisbericht von Alida

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Tags:
  • Wohnen und Betreuung Ambulanter Pflegedienst
  • Pflege-Azubis
Archivbeitrag
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Während der dreijährigen Pflegeausbildung durchlaufen die Auszubildenden in ihren Praxisphasen unterschiedliche Bereiche. Zu den Einsatzfeldern zählen:

  • Orientierungseinsatz (erster Einsatz beim Träger der praktischen Ausbildung)
  • Pflichteinsatz stationäre Akutpflege (Krankenhaus)
  • Pflichteinsatz stationäre Langzeitpflege (Pflegeheim)
  • Pflichteinsatz ambulante Pflege
  • Pflichteinsatz pädiatrische Versorgung
  • Pflichteinsatz psychiatrische Versorgung
  • Weitere Einsätze (z.B. Hospiz, Beratungsstellen etc.)
  • Vertiefungseinsatz (letzter Einsatz beim Träger der praktischen Ausbildung)

Seit Ende März 2021 verstärkt Alida den Pflegedienst des SEB in unserer Kinder- und Jugendwohnstätte Dahlienstraße. Die 20-Jährige ist Auszubildende im 1. Lehrjahr des Herzzentrums Leipzig und absolviert ihren Pflichteinsatz im Bereich der pädiatrischen Versorgung bei uns. Wie es für sie ist, aus der Pflege im Herzzentrum in unser Kinder- und Jugendwohnheim Dahlienstraße zu wechseln, erfahrt Ihr in ihrem Beitrag.

Alida pflegt ein Kind

 

Mein Praktikum im Wohnheim Dahlienstraße

Alida, 20 Jahre alt, Auszubildende des Herzzentrums Leipzig

„Mein Praktikum im SEB Wohnheim Dahlienstraße ist mein zweiter Praxiseinsatz in meinem ersten Lehrjahr zur Ausbildung als Pflegefachfrau.

Zuerst muss ich gestehen, dass ich sehr großen Respekt vor diesem Praxiseinsatz hatte. Ich habe noch nie etwas mit behinderten Menschen zu tun gehabt. Deshalb hatte ich absolut kein Vorwissen oder Erfahrungen, wie man mit schwerbehinderten Kindern umgeht. Ich habe alles einfach auf mich zu kommen lassen.

Im Wohnheim Dahlienstraße leben die Kinder in verschiedenen Wohngruppen zusammen. Als ich zum ersten Mal eine Wohngruppe besucht habe, war es ziemlich schwer für mich zu realisieren, dass sich die meisten Kinder in dieser Gruppe nicht selbstständig bewegen können. Ich wusste auch nicht, was sie wahrnehmen können oder wie sie auf bestimmte Situationen reagieren. Bei den alltäglichen Aufgaben wie z.B. der Körperpflege und der Überprüfung der medizinischen Werte der Kinder, haben die Pfleger und Pflegerinnen versucht, vieles im Verhalten und Umgang mit den Kindern zu erklären. Diese Hinweise waren sehr hilfreich und wissenswert für mich. Egal welche Fragen ich hatte, ich konnte sie zu jeder Zeit dem freundlichen Pflegepersonal stellen. Das Pflegepersonal ist immer zur Stelle, wenn man sie braucht. Deshalb habe ich mich sehr willkommen im pflegerischen Team gefühlt.

Heute, nach einigen Wochen in der Dahlienstraße, durfte ich sogar schon das erste Mal allein ein Kind für den Tag vorbereiten. Eine tolle Erfahrung war es für mich auch, eine Bezugspflegeschwester mit ihrem zu pflegenden Kind zu einen Arzttermin ins Krankenhaus zu begleiten. Es war etwas ganz Neues für mich und sehr interessant. Eine tolle Abwechslung zu der täglichen Arbeit im Wohnheim.

Alida pflegt ein Kind

Insgesamt stelle ich fest, dass es eine sehr große Umstellung von der Krankenhausarbeit zu der Arbeit im Wohnheim ist. Zudem muss man psychisch und emotional standhaft sein und diese vielen verschiedenen Eindrücke verarbeiten und verinnerlichen können. Das SEB Wohnheim Dahlienstraße versucht alles zu ermöglichen, um das Wissen und Lernen der Auszubildenden zu festigen, zu fördern und zu erweitern. Auf die Unterstützung und Hilfe des kompetenten Pflegepersonals kann man sich verlassen und demzufolge auch Vertrauen und Sicherheit in sich selbst aufbauen.“