Ein Tisch mit vielen selbstgebastelten Dingen

In den vergangenen Wochen erlebten die Kita-Gruppen Delfine und die Feuersalamander eine besondere Zeit in unserer Kita: die spielzeugfreie Zeit.

Ziel dieses Projekts war es, die Fantasie, Kreativität und Eigeninitiative der Kinder zu fördern und ihnen Raum für ihre eigenen Ideen und Spielentwicklung zu geben. Aber auch zum Thema Nachhaltigkeit sollte das Projekt sensibilisieren – denn aus alten, vermeintlich nicht mehr nutzbaren Dingen, lassen sich viele schöne Dinge herstellen.

Vorbereitung: Ideen sammeln statt Spielzeug nutzen

Gemeinsam mit den Kindern wurde überlegt, welche Spielsachen vorübergehend aussortiert werden. Anschließend sammelten die Kinder zahlreiche Ideen für neue Spielmöglichkeiten und überlegten, welche Materialien sie dafür benötigten würden. So kamen bei den Delfinen nach und nach verschiedene Alltags- und Restmaterialien zusammen, darunter Kronkorken, Verpackungsmaterialien, Stoffreste und Bastelmaterialien. Das herkömmliche Spielzeug wurde dann in den Urlaub geschickt.

Hände und viele Bastelmaterialien
Blaue Schaumstoffröhren, Scheren, Pappe

Die Delfine werden zu Erfindern und Baumeistern

Mit viel Begeisterung entstanden anschließend eigene Spiele und kreative Bauwerke. Die Kinder bauten beispielsweise Garagen für Fahrzeuge, nähten Kissen und Kleidung für Kuscheltiere und Puppen oder gestalteten sogar ein eigenes Fußballstadion. Die neu entstanden Werke wurden direkt ausprobiert, gemeinsam bespielt und sorgten für viele fröhliche Momente.

Eine Erzieherin zeigt einem Kind das Nähen
ein gebasteltes Fußballstadion

Kreative Ideen bei den Feuersalamandern

Auch bei den Feuersalamandern wurde einiges an Materialien gesammelt, vor allem unzählige Eierverpackungen. Im Verlauf des Projektes entstanden auch hier viele kreative Werke. Die Kinder bastelten Spiele, wie beispielsweise ein eigenes „Mensch ärgere dich nicht“, Tic Tac Toe oder eine Popcornmaschine, bauten geheimnisvolle Drachenhöhlen und stellten ihr eigenes Papier her, auf dem anschließend auch geschrieben werden konnte. Highlight war hier das selbst gebaute, begehbare Haus in Kindergröße aus Eier- und Wasserkartons.

ein Kind schöpft Papier
Ein Kind stellt Papier her
Ein großes Haus aus Eierkartons
Ein großer Karton mit einem Kissen drin und einem gebastelten Postkasten an einer Seite

Gemeinsam wachsen: Kreativität, Teamgeist und neue Freundschaften

Zu Beginn fiel es den Kindern noch schwer, sich auf die neue Situation ohne gewohntes Spielzeug einzulassen. Durch die intensive Begleitung der pädagogischen Fachkräfte fanden die meisten jedoch schnell ihren Platz im Projekt. Schon nach kurzer Zeit sprudelten die Kinder vor Ideen und zeigten beeindruckende Kreativität, Ausdauer und Teamarbeit. Die Rückmeldungen der Kinder waren überwiegend sehr positiv. Einige hätten sich sogar gewünscht, dass die spielzeugfreie Zeit noch länger gedauert hätte. Die Fachkräfte beobachteten, dass sich neue Spielpartnerschaften außerhalb der gewöhnlichen Freundschaften entwickelten, die Kommunikationsfähigkeit und das Sozialverhalten verbessert wurden, die Zimmerlautstärke sich reduzierte. Auch Eltern berichteten, dass die Kinder ausgeglichener und entspannter waren.

Eine Ausstellung als krönender Abschluss

Zum Abschluss des Projektes gab es eine kleine Ausstellung im Foyer unserer Kita. Dort konnten die Familien die kreativen Werke beider Gruppen bestaunen. Ein besonderes Highlight war dabei die feierliche Eröffnung des beeindruckenden Eierkarton-Hauses, das von den Kindern mit viel Engagement gestaltet wurde.

Die spielzeugfreie Zeit hat einmal mehr gezeigt, wie viel Kreativität, Fantasie und Gestaltungskraft in den Kindern steckt. Mit einfachen Materialien entstanden einzigartige Spielideen, neue Freundschaften wurden geknüpft und viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Wir blicken auf eine spannende und erfolgreiche Projektzeit zurück.

Ein Tisch mit den gebastelten Kunstwerken
Gebastelte Kunstwerke sind im Foyer der Kita ausgestellt